Filmmaterial aus dem Jahre 1935, als die Uetlibergbahn noch auf den Geleisen war. Ein Zeitzeugnis zusammengeschnitten von Herbert Cadosch, in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Adliswil und der SZU zum 125Jahr Jubiläum.
Vor rund 100 Jahren fuhren die drei Wagen der ersten elektrischen Uetlibergbahn täglich auf den Zürcher Hausberg. Der Triebwagen, der Personenwagen und der Gepäckwagen. Über die Jahrzehnte wurde die Frequenz auf den Uetliberg stets erhöht und die historische Bahn hatte kein Platz mehr auf dem Schienennetz. Nach Abschiedsfahrten bei der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU) erhielten die Loki und der Personenwagen aus den Jahren 1923/24 im Luzerner Verkehrshaus eine befristete Unterkunft für fünf Jahre.
Kurz vor Ablauf dieser Frist erfuhr die SZU von Anja Holenstein und Florian Moser-Dubs, die in Winterthur nach einer geeigneten Lokalität für ihren gastronomischen Traum suchten. Ein Glücksfall für alle! Zu den zwei Fahrzeugen aus dem Verkehrshaus kam der ehemalige Gepäckwagen hinzu. Nach seiner Ausrangierung nutzte ihn ein ehemaliger SZU-Mitarbeiter in Turbenthal als Gartenhäuschen. Als er von diesem Projekt erfuhr, beschloss er, dass es an der Zeit war, die Wagen wieder zusammen zu führen: den Triebwagen, den Personenwagen und den Gepäckwagen. |
Im Juli 2014 wurden die Wagen per Tieflader aus Luzern und Turbenthal nach Winterthur transportiert, rund ein halbes Jahr später das Baugespann ausgesteckt. Da die Uetlibergbahn fortan als Neubau gilt, mussten einige Hürden genommen werden, doch im März 2015 wurde von der Stadt die Baubewilligung erteilt. Der Umbau der Wagen, des Daches und des Perrons dauerte bis im November.
Am 21. November 2015 wurde das «les Wagons» eröffnet und das Bijou so endlich wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Umbau geschah in Eigenregie und mit der Unterstützung von Freunden, Familie und Handwerkern. Die Liebe zum Detail lässt die Komposition auch nach dem Umbau so aussehen, wie sie in den 20ern erbaut worden ist und erinnert an frühere Zeiten. In der Uetlibergbahn werden alle Produkte mit grosser Sorgfalt ausgewählt. Die Lebensmittel in der Küche, aber auch die Getränke. Mit unserer Auswahl möchten wir die kleinen Produzenten unterstützen, die innovative und nachhaltige Produkte auf den Markt bringen. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Produktions- und Konsumationsseite näher zusammen zu führen. Wir mögen Altbewährtes, probieren aber ebenso Neues aus und kochen am liebsten mit dem, was uns die Jahreszeiten zu bieten haben. So wechselt unser Speiseangebot regelmässig, um der Saisonalität möglichst gerecht zu werden. Wir freuen uns, dass ihr unsere Passagiere seid – ob nur zu einem Kaffee, einem Glas Wein oder aber zu Eusere Tavolata. |
Der Umbau von der Bahn zum Bistro
Herzlichen Dank
an all die Firmen und Privatpersonen, die uns unterstützt haben!